High Performance Computing von Atos ermöglicht den Einsatz von künstlicher Intelligenz für Workflows im Gesundheitswesen am LMU Klinikum

München, 14.09.2021 – Atos, ein europäischer Marktführer für Cybersecurity sowie Cloud und High Performance Computing, gibt heute bekannt, dass er das Klinikum der Universität München (LMU Klinikum) mit High Performance Computing (HPC)-Infrastruktur beliefert. Zusammen mit NVIDIA versorgt Atos die Clinical Open Research Engine (CORE) des Klinikums mit der nötigen Rechenkapazität, um aufwendige KI-Modelle für das Gesundheitswesen entwickeln und trainieren zu können.

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in der Medizin birgt ein enormes Potenzial, um bei der Patient*innenplanung zu unterstützen und die klinische Medizin zugleich Patient*innen-orientierter und ökonomischer zu gestalten. Damit die entwickelten KI- Modelle in der Gesundheitsversorgung eingesetzt werden können, müssen jedoch einige Hürden überwunden werden. So ist der Einsatz von KI in der Medizin beispielsweise durch die Verfügbarkeit und den Zugang zu klinischen Patient*innendaten begrenzt.

Solche Strukturen sind ein essenzieller Baustein für die Translation KI-basierter Modelle in den klinischen Alltag. Am LMU Klinikum, eine der größten Universitätskliniken in Deutschland und Europa, wurde dafür das Konzept der Clinical Open Research Engine (CORE) als kollaboratives innerklinisches Projekt entwickelt.

CORE besteht aus einem Kubernetes-basierten NVIDIA GPU-Cluster, in das klinische Daten in spezifizierten Profilen übermittelt werden. Auf diesen Daten können anschließend hochkomplexe KI-Modelle entwickelt und trainiert werden. Die extrem hohe GPU-Rechenleistung des spezialisierten Servers beschleunigt das Training der Modelle enorm, so dass auch fortgeschrittene Architekturen mit einer hohen Iterationsrate zügig und mit modernsten Methoden entwickelt werden können. Ein wesentlicher Aspekt von CORE ist, dass die Daten stets im Gewahrsam des Klinikums bleiben und die Methoden der Verarbeitung wie auch der Bewertung der Algorithmen zentral und offen verfügbar sind.

Basierend auf dem speziell für KI-Infrastruktur entwickelten DGX A100 System von NVIDIA, konfiguriert Atos das Rechen-Cluster und unterstützt das LMU Klinikum bei der Installation sowie der Integration von CORE. Atos profitiert dabei von seiner umfassenden Expertise im Bereich HPC sowie von den bereits umgesetzten Projekten im Forschungsumfeld. Für das Forschungszentrum Jülich etwa betreibt Atos den schnellsten Supercomputer Europas und erst kürzlich beauftragte die Universität Paderborn Atos mit dem Bau eines neuen Supercomputers.

Dr. Jörg, Stein Head of Healthcare and Life Sciences Central Europe bei Atos, sagt: „Wir freuen uns sehr über den Auftrag und das Vertrauen in unsere HPC-Expertise. Das LMU Klinikum ist eine der renommiertesten Universitäten in Deutschland und ein Pionier im Bereich der KI-gestützten Forschung und Diagnostik. Durch unsere langjährige Partnerschaft mit NVIDIA und unserer Erfahrung sowohl im Bereich der Hochleistungsrechen-Cluster als auch im Umgang mit sensiblen Daten, sind wir in der Lage, die Forschungsbestrebungen des LMU Klinikums bestmöglich zu unterstützen. Dieses Projekt, das zu den ersten im klinischen Betrieb überhaupt zählt, zeigt zudem deutlich, dass der Bedarf für HPC im Gesundheitssektor steigt.”

Prof. Dr. Christian Hinske, Leiter der Stabsstelle Digitale Medizin des LMU Klinikums, ergänzt: „Atos hat sich als kompetenter und zuverlässiger Partner bei der Bereitstellung von leistungsstarken NVIDIA-Rechensystemen, dem technischen Support und bei der Infrastruktur für KI-Lösungen in der Medizin unter Beweis gestellt. Zunächst entwickeln und implementieren wir KI-Modelle in unseren Kliniken für Radiologie, Neuroradiologie, Anästhesiologie/Intensivmedizin und Pathologie. Dadurch möchten wir beispielsweise effizientere Arbeitsabläufe ermöglichen, die Erkennung von Anomalien automatisieren und dringliche Fälle identifizieren.”

Craig Rhodes, EMEA Industry Lead for Healthcare and Life Sciences bei NVIDIA, ergänzt: „KI trägt dazu bei, die Gesundheitsversorgung in einem breiten Spektrum von Anwendungsfällen zu verbessern. Dazu gehören die Verbesserung von Arbeitsabläufen in Krankenhäusern, die Erkennung von Anomalien, die Unterstützung bei der Kennzeichnung dringender Fälle, die Patient*innenüberwachung und die Integration von Patient*innendaten, die alle zu einer besseren personalisierten Medizin und zu besseren Patient*innenergebnissen führen. Mit leistungsstarken NVIDIA DGX-Systemen und den bedarfsgerechten Anpassungen von Atos wird das AI Center of Excellence des LMU-Klinikums dazu beitragen, den Patient*innen eine bessere Versorgung und Behandlung zu bieten.”

 

 

Grafische Darstellung des CORE-Konzepts.

Die in den Kliniken generierten Daten werden im Medizinischen Datenintegrationszentrum integriert und über definierte Schnittstellen in das innerklinische CORE-Rechencluster geleitet. Dort findet die weitere Verarbeitung auf kollaborativ entwickelten und zentral administrierten methodischen Frameworks statt. Die Ergebnisse der Datenverarbeitung können dann den Kliniken ebenfalls via definierter Schnittstellen zur Verfügung gestellt werden.]

 

Über das LMU Klinikum

Das LMU Klinikum, mit vollem Namen Klinikum der Universität München, zählt zu den größten Universitätsklinika in Deutschland und Europa. Seit dem 1. Oktober 1999 ist das Klinikum ein organisatorisch, finanzwirtschaftlich und verwaltungstechnisch selbstständiger Teil der Ludwig-Maximilians-Universität. Das Klinikum verfügt über ca. 2.050 Betten, und behandelte 2019 ca. 78.000 Patienten stationär und 830.000 ambulant.

Das Klinikum der Universität München mit seinen zwei Campus in der Innenstadt und in Großhadern ist nach der Berliner Charité das zweitgrößte Krankenhaus der Maximalversorgung Deutschlands.

Seit Juni 2006 ist das LMU Klinikum eine Anstalt des öffentlichen Rechts, was dem Vorstand mehr Handlungsspielraum bei wirtschaftlichen Entscheidungen einräumt. Gleichzeitig ist es als Forschungs- und Lehreinrichtung mit der Universität verbunden.

 

Über Atos

Atos ist ein weltweit führender Anbieter für die digitale Transformation mit 105.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von über 11 Milliarden Euro. Als europäischer Marktführer für Cybersecurity sowie Cloud und High Performance Computing bietet die Atos Gruppe maßgeschneiderte, ganzheitliche Lösungen für sämtliche Branchen in 71 Ländern. Als Pionier im Bereich nachhaltige Dienstleistungen und Produkte arbeitet Atos für seine Kunden an sicheren, dekarbonisierten Digitaltechnologien. Atos firmiert unter den Marken Atos und Atos|Syntel. Atos ist eine SE (Societas Europaea) und an der Pariser Börse als eine der 40 führenden französischen Aktiengesellschaften (CAC40) notiert.

Das Ziel von Atos ist es, die Zukunft der Informationstechnologie mitzugestalten. Fachwissen und Services von Atos fördern Wissensentwicklung, Bildung sowie Forschung in einer multikulturellen Welt und tragen zu wissenschaftlicher und technologischer Exzellenz bei. Weltweit ermöglicht die Atos Gruppe ihren Kunden und Mitarbeitern sowie der Gesellschaft insgesamt, in einem sicheren Informationsraum nachhaltig zu leben, zu arbeiten und sich zu entwickeln.

Weitere Informationen finden Sie unter www.atos.net

Pressekontakt Atos:

Stefan Pieper, Tel.: +49 178 4686875, E-Mail: stefan.pieper@atos.net