Atos installiert leistungsstärksten Supercomputer Deutschlands im Forschungszentrum Jülich

Paris, München, 22. Januar 2018 – Atos, ein führender Anbieter für die digitale Transformation, installiert im Forschungszentrum Jülich seinen neuesten Supercomputer, BullSequana X1000. Der Petaflop-Rechner ermöglicht Berechnungen mit der Verarbeitung von mehr als 12 Millionen Milliarden Operationen pro Sekunde und wird damit der schnellste Supercomputer in Deutschland und einer der schnellsten weltweit sein.

Der neue Supercomputer wird unter anderem für Forschungsarbeiten im Human Brain Project eingesetzt. Damit rückt das Ziel, Prozesse im menschlichen Gehirn mittels Simulationen noch besser zu verstehen, nun in greifbare Nähe.

„Die wissenschaftliche Community in Deutschland und Europa benötigt qualitativ hochwertige, flexible und skalierbare Rechenleistung sowie die passende IT-Infrastruktur. Komplexe Simulationsmodelle und unstrukturierte Datensätze mit Milliarden von Datenpunkten – diese Herausforderungen meistert das neue Supercomputing-Modul von Atos“, sagt Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Marquardt, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich.

Der BullSequana Supercomputer ist hochflexibel konzipiert und ideal für die interdisziplinäre Spitzenforschung geeignet. Durch die Zusammenarbeit mit Atos ist das Forschungszentrum Jülich die erste Institution der deutschen Forschungslandschaft, die sich für das Supercomputer-Flagschiff entscheidet. Das Gesamtsystem umfasst zehn BullSequana X1000-Zellen und ist aufgrund der Heißwasser-Kühlung auf ganzjährig freie Kühlung optimiert. Der Energieverbrauch ist daher rund zehnmal geringer als bei früheren Supercomputer-Generationen.

„Dass sich das Forschungszentrum Jülich für den Atos BullSequana Supercomputer entschieden hat, beweist, dass unsere europäischen Technologien und Lösungen immer mehr Forschungsinstituten erheblichen Mehrwert und das nötige Vertrauen bei der Bewältigung ihrer anspruchsvollen Herausforderungen bringen. Darüber hinaus erkennen sie an, dass sich der Atos BullSequana Supercomputer durch hohe Energieeffizienz und sorgfältigen Umgang mit Ressourcen auszeichnet. So bietet er den neuesten Stand der Technik mit geringen CO2-Emissionen, um Exascale-Level auf nachhaltige Weise zu erreichen“, sagt Thierry Breton, Chairman und CEO von Atos.

Atos ist neben der Installation des Supercomputers auch für den Betrieb und den On-site-Support verantwortlich und arbeitet dazu eng mit den Spezialisten von ParTec aus München zusammen, die mit ihrem ParaStation Software-Stack sowie vor Ort mit Experten das System-Management sicherstellen werden.

„Seit 2010 entwickeln unsere Experten die Software, die in Zukunft die Verbindung mehrerer Module zu einem System schafft. In Partnerschaft mit Atos ist es unser Ziel, die führende Software für das Exascale-Rechnen bereitzustellen“, sagt Bernhard Frohwitter, CEO von ParTec.

Der Supercomputer wird vom Jülich Supercomputing Centre als Mitglied im Gauss Centre for Supercomputing betrieben und im zweiten Quartal 2018 in Jülich installiert. Das System wird mit Mitteln des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert.

 

Über Atos

Atos ist ein weltweit führender Anbieter für die digitale Transformation mit circa 100.000 Mitarbeitern in 72 Ländern und einem Jahresumsatz von rund 12 Milliarden Euro. Als europäischer Marktführer für Big Data, Cybersecurity, High Performance Computing und Digital Workplace unterstützt Atos Unternehmen mit Cloud Services, Infrastruktur- und Datenmanagement sowie Business- und Plattform-Lösungen. Hinzu kommen Services der Tochtergesellschaft Worldline, dem europäischen Marktführer für Zahlungsverkehrs- und Transaktionsdienste. Mit innovativen Technologien, umfassender digitaler Kompetenz und tiefgreifendem Branchenwissen begleitet Atos die digitale Transformation von Kunden aus unterschiedlichen Marktsegmenten: Banken, Bildung, Chemie, Energie und Versorgung, Gesundheit, Handel, Medien und Verlage, Öffentlicher Sektor, Produktion, Telekommunikation, Transport und Logistik, Versicherungen und Verteidigung.

Der Konzern ist der weltweite IT-Partner der Olympischen und Paralympischen Spiele. Atos firmiert unter den Marken Atos, Atos Consulting, Atos Worldgrid, Bull, Canopy, Unify und Worldline. Atos SE (Societas Europaea) ist an der Pariser Börse als eine der 40 führenden französischen Aktiengesellschaften (CAC40) notiert.

Weitere Informationen finden Sie unter www.atos.net

 

Über ParTec:

Die ParTec Cluster Competence Center GmbH (ParTec) ist seit nahezu zwei Jahrzehnten erfolgreich auf dem deutschen und europäischen HPC-Markt. Eines der Hauptgeschäftsfelder von ParTec ist die Systemintegration im HPC-Bereich, die sich primär auf die eigenen Softwareprodukte, zusammengefasst unter dem Oberbegriff der „ParaStation Cluster Suite“, stützt. So gehören neben dem vielseitig einsetzbaren ParaStation MPI auch eine Reihe von Softwarewerkzeugen für die Cluster-Administration (ParaStation ClusterTools), ein integriertes Trouble-Ticket-System für Support-Leistungen auf verschiedenen Hierarchieebenen (ParaStation TicketSuite) sowie Werkzeuge zur Sicherstellung von Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Wartbarkeit paralleler Cluster-Systeme (ParaStation HealthChecker) zum Portfolio.

Neben der Leistung von Support-Aufgaben und der kontinuierlichen Weiterentwicklung des eigenen Software-Portfolios engagiert sich ParTec auch in verschiedenen Forschungsprojekten, um die zukünftigen Entwicklungen im HPC-Bereich aktiv mitgestalten zu können.

ParTec ist eingebunden in national geförderte Projekte wie z.B. FAST und darüber hinaus aktiv in EU-geförderten Projekten wie DEEP, DEEP-ER und DEEP-EST.

 

Über das Forschungszentrum Jülich

Das Forschungszentrum Jülich leistet wirksame Beiträge zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen in den Bereichen Information, Energie und Bioökonomie. Es konzentriert sich auf die Zukunft der Informationstechnologien und -verarbeitung, komplexe Vorgänge im menschlichen Gehirn, den Wandel des Energiesystems und eine nachhaltige Bioökonomie. Das Forschungszentrum entwickelt die Simulations- und Datenwissenschaften als Schlüsselmethode der Forschung weiter und nutzt große, oft einzigartige wissenschaftliche Infrastrukturen. Dabei arbeitet es themen- und disziplinenübergreifend und nutzt Synergien zwischen den Forschungsgebieten. Mit rund 5600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört Jülich, Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, zu den großen Forschungszentren Europas.

 

 Pressekontakt Atos:

Stefan Pieper, Tel.: +49 178 4686875, Email: stefan.pieper@atos.net