Barrierefreiheit in der Fertigung: Mit der richtigen Strategie und den passenden Tools zur idealen Arbeitsumgebung
Barrierefreiheit ist in den vergangenen Jahren zumeist aus einigen wenigen Blickwinkeln betrachtet worden. Es ging oftmals darum, wie Gebäude gestaltet sein müssen, etwa mit Rampen oder mit automatischen Türen oder auch im digitalen Bereich, damit Screenreader Inhalte erkennen können und Schriften und Farben auch auf spezielle Bedürfnisse angepasst sind. Damit ist allerdings nur ein gewisser Bereich an Barrierefreiheit abgedeckt: Mit einem breiteren Engagement lässt sich nicht nur diese Minimalumsetzung erledigen, sondern mit der richtigen Strategie und den passenden Zugängen sogar Mehrwert in Produktionsumgebungen schaffen. Die Tools für eine ideale Inklusion sind mit AR, VR und AI bereit. Damit wird zusätzliche Wertschöpfung in der Produktion geschaffen und die Erfahrungen für die Mitarbeitenden werden verbessert.
Fertigungssektor für ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen optimieren
Wie kann es gelingen, den Fertigungssektor für ältere Menschen, oder für Menschen mit Beeinträchtigungen ideal zu gestalten?
„Die Lösung liegt in einem vielschichten Ansatz: Wenn bewährte Maßnahmen wie inklusives Design, der Einsatz unterstützender Technologien, sowie eine positive Unternehmenskultur zusammenspielen, entsteht eine Umgebung, die nicht nur die Erfahrung der einzelnen Personen verbessert, sondern auch zum Gesamtergebnis der Organisation beiträgt.“
Herausforderungen mit neuer Technologie und richtiger Strategie meistern
Die Herausforderungen hier sind wie in vielen anderen Situationen klar. Physische Barrieren erschweren den Zugang zum Arbeitsplatz oder zu einzelnen Maschinen. Aber wir haben hier auch mit einer Reihe von Vorurteilen zu kämpfen. Aufgrund der Angst vor Stigmatisierung wird eine mögliche Unterstützung oder Anpassung gar nicht angefordert. Gerade im letzteren Bereich gibt es etwa auf europäischer und nationalstaatlicher Ebene bereits eine Reihe von Gesetzen und Regelungen, die eine breite Teilhabe sicherstellen sollen. Das gelingt selbstverständlich aber nur, wenn auch die HR-Prozesse entsprechend in den Unternehmen eingehalten werden.
Mit neuen Technologien und der richtigen Strategie kann aber gut entgegengearbeitet werden. Effektive Strategien und Maßnahmen enthalten folgenden Elemente:
- Inklusives Design & Universal Design: Die Anpassung von Arbeitsplätzen und Einrichtungen nach universellen Designprinzipien schafft Barrierefreiheit für alle Beschäftigten – und vor allem ändert es die Sichtweise. Statt individuellen Anpassungen und in Ausnahmen, oder Sonderlösungen zu denken, ist der Zugang so bereits von Anfang an erklärtes Ziel.
- Unterstützende Technologien: Hilfsmittel wie ergonomische Geräte, kollaborative Roboter, AR/VR-Systeme oder KI-basierte Assistenzbots verbessern körperliche, kognitive und sensorische Fähigkeiten – und steigern damit die Leistung und Arbeitszufriedenheit.
- Empathisches und partizipatives Design: Die Beteiligung von Mitarbeiter*innen mit speziellen Bedürfnissen an der Gestaltung und Planung von Arbeitsumgebungen führt zu praxisnahen, akzeptierten und mitarbeiterzentrierten Lösungen.
- Führung und Teamkultur: Transformative und inklusive Führung, kombiniert mit einer unterstützenden Teamkultur, reduziert Stigmatisierung, stärkt das Selbstwirksamkeitsgefühl und ermöglicht es allen Mitarbeitenden, ihr Potenzial voll auszuschöpfen.
- Schulungen und Sensibilisierung: HR-Fachkräfte und Mitarbeitende benötigen Wissen über unterschiedlichste Bedürfnisse, notwendige Anpassungen und unterstützende Technologien – als Grundlage für erfolgreiche und nachhaltige Inklusion.
Fazit
Bereits mit diesen ersten Schritten können ganz neue Ergebnisse erreicht werden: Wenn es gelingt diese Maßnahmen zu kombinieren fördert dies nicht nur die Arbeitsumgebung und die Teilhabe von Menschen mit speziellen Bedürfnissen, sondern damit auch Innovation, Produktivität und den langfristigen Unternehmenserfolg.
Veröffentlicht am 19.02.2026
